Offene Fragen.
Warum gerade an der Hochschule?
Hochschulen und Solarenergie passen perfekt zusammen, denn hier treffen sich innovative Wissenschaft und Technik. Zudem werden den Hochschulen oft gesellschaftliche Vorbildfunktionen zugeschrieben. Diesen sollten sie auch und insbesondere bei einem so wichtigen Thema wie Klimaschutz gerecht werden. Die Installation von kollektiv finanzierten Photovoltaikanlagen auf den zahlreich vorhandenen Dachflächen der Hochschulen kann ein erstes Zeichen für Verantwortung im Klimaschutz sein.
Was passiert mit dem gewonnenen Strom? Wird er von den Hochschulen genutzt?
Nein. Der gewonnene Strom wird vollständig in das öffentliche Netz eingespeist. Dafür bekommt der Betreiber eine auf 20 Jahre garantierte Vergütung. Für Anlagen, die im Jahr 2009 ans Netz gehen, liegt diese Einspeisevergütung bis zum Jahr 2029 bei 43,01 Cent für jede Kilowattstunde, die in das Netz eingespeist wird.
Wieso gerade Solardach Invest?
Die Solardach Invest GmbH bot für unsere Anforderungen den besten Leistungsumfang (Montage / Wartung / Betreibermodell) an, und das bei der höchsten Rendite. Die Firma wurde vor einigen Jahren als Tochter der Wagner & Co. Solartechnik, Marburg-Cölbe gegründet und betreut bereits zahlreiche Anlagen von Bürgerinitiativen.
Was passiert nach 20 Jahren mit der Anlage?
Moderne Photovoltaikanlagen weisen eine Lebensdauer von weit über 20 Jahren (manche sogar 30 Jahren) auf. Das bedeutet, dass auch nach dem Ablauf der garantierten Einspeisevergütung die Photovoltaikanlage weiter Strom produzieren wird und auch Strom einspeist. Im Dachnutzungsvertrag mit dem Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Unibauamtes wird geklärt, was nach 20 Jahren mit der Anlage passiert.
Was hat es mit dem Paragraph 8 des Darlehensvertrages auf sich?
Für das Projekt wurde mit Solardach Invest eine bestimmte professionelle Betreibergesellschaft ausgewählt. Das Betreibermodell der Solardach Invest ist ein so genanntes Darlehensmodell. Bei diesem Modell geht es darum, dass Anleger einen Kredit an die Firma geben und dieser dann anschließend von Solardach Invest mit Zinsen getilgt wird.
Bei diesem Geschäft handelt es sich prinzipiell um ein Bankgeschäft, wenn nicht bestimmte Randbedingungen erfüllt sind. Bankgeschäfte dürfen nach dem Bankengesetz nur Banken tätigen. Verstöße gegen dieses Gesetz werden als Straftat geahndet. Wenn der Kredit allerdings im Bagatellrahmen liegt (trifft hier nicht zu), oder aber nachrangig vergeben wird, d.h. dass der Kreditgeber mit seinen Forderungen hinter den anderen Gläubigern zurücktritt, ist ein solches Geschäft zulässig.
Das Modell wurde gewählt, weil hierbei keine teuren Gesellschaftsformen und kein teures Prospektmaterial (Kataloge die harten gesetzlichen Anforderungen entsprechen müssen und deshalb mehrfach juristisch geprüft werden) benötigt werden. Somit verbessert sich die Rendite und es kann eine Mindestverzinsung bezahlt werden.
Die Solardach Invest ist eine Tochter der Wagner&Co. in Marburg-Cölbe. Die Gesellschaft wurde eigens dazu gegründet Bürgerinitiativenprojekte zu realisieren und sie beschäftigt sich mit keinem anderen Geschäftszweig. Das bedeutet, dass jedes einzelne Projekt dieser Firma mit dem Kapital der jeweiligen Solaranlage abgesichert ist, weil es eigentlich keine Nachrangigkeit nach einer Bank oder einem anderen Gläubiger gibt. Es gibt also auch keine Verbindlichkeiten aus anderen Geschäftsfeldern, die eine Nachrangigkeit hervorrufen würden.
Wie funktioniert solare Stromerzeugung?
Die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie basiert auf den besonderen Eigenschaften von so genannten Halbleitern, die durch zugeführte Energie (Wärme oder Licht) freie Ladungsträger erzeugen. Um aus diesen Ladungen einen Strom zu erzeugen, ist ein internes elektrisches Feld nötig. Dieses wird durch gezielte Bearbeitung des Materials (Dotierung) gewährleistet.
So werden jedes Mal, wenn das Licht (genauer die Photonen) der Sonne auf eine Photovoltaikzelle treffen, Ladungsträger frei und ein elektrischer Strom fließt. Hierbei handelt es sich um Gleichstrom. Dieser kann entweder direkt von einem Verbraucher benutzt oder über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist werden.
Lohnt sich eine Photovoltaikanlage energetisch überhaupt?
Das weit verbreitete Vorurteil, dass PV-Anlagen nie den Strom erzeugen könnten, der für ihre Herstellung notwendig war, ist durch zahlreiche Ökobilanzen widerlegt. Moderne Anlagen haben sich nach 2 bis 4 Jahren energetisch amortisiert, d.h. nach dieser Zeit haben sie genauso viel Energie produziert, wie für ihre Herstellung und Beseitigung benötigt wird. Auf Grund der enormen Energiemengen, die täglich von der Sonne auf die Erde gelangen, hat die Photovoltaik ein enormes Potential. Allein in einer Stunde strahlt die Sonne mehr Energie auf die Erde, als die gesamte Weltbevölkerung in einem ganzen Jahr beansprucht. Dieses Potential sollten wir unbedingt nutzten.
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